Schlussgedanken
Шелике Вальтраут Фрицевна. Материал взят из резервной копии сайта wtschaelike.ru. Дата последнего изменения 27.11.2007.
In ihrer praktischen revolutionären Tätigkeit stützten sich Marx und Engels auf ihre materialistische Geschichtstheorie, die sie aus den konkreten historischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts ableiteten. Sie wurden nicht müde zu betonen, dass ihre Schlussfolgerungen über die Art und Weise einer revolutionären Umgestaltung der menschlichen Verhältnisse zur Welt auf der Analyse der Gesamtheit der Widersprüche ihrer Zeit begründet war.
Es wäre deshalb unsinnig, die Ganzheitlichkeit der materialistischen Geschichtstheorie anhand dieses oder jenes Zitats, dieser oder jener Textstelle, die zur praktischen Tätigkeit gehören und die von den Verhältnissen des 19. Jahrhunderts bestimmt waren, beweisen oder negieren zu wollen. Viele Aussagen waren nur zeitlich bedingt und begrenzt. Sie ergaben sich ausschließlich aus den besonderen Bedingungen der Welt des 19. Jahrhunderts.
Das betrifft z.B. die konkreten historischen Einschätzungen über das Verhältnis von Krieg und Revolution, oder die Rolle der Gewalt in der Geschichte. Es lohnt in diesem Kontext, sich daran zu erinnern, dass die damaligen Kriege nicht selten in einer Generalschlacht entschieden wurden, und man dieses Massenschlachten, das sich auf einem begrenzen Territorium abspielte, von einem Hügel aus überschauen konnte. Die Kriege des 19. Jahrhunderts waren noch keine Weltkriege, auch wenn sie schon begannen, sich nach und nach über die Kontinente auszubreiten.
Auch Revolutionen begannen damals noch in einer Stadt und die Bürgerkriege waren örtlich begrenzt, erfassten nicht die gesamte Bevölkerung.
Vor 150 Jahren gab es noch keine Kernkraftwerke, keine Gas- und Ölleitungen, deren Zerstörung zur ökologischen Weltkatastrophe führen kann.
Das Wichtigste: Es gab keine Massenvernichtungswaffen, die heute immer weiter modernisiert werden und die Fähigkeit haben, alles Leben auf der Erde mehrfach auszulöschen.
Es gab im 19. Jahrhundert eben noch nicht die globalen Probleme der Neuzeit. Doch Marx und Engels haben deren Kommen vorausgesehen.
1844-46 gelang es ihnen, eine ganzheitliche Theorie der allgemeinen historischen Gesetzmäßigkeiten zu entwickeln. Sie gaben ihren Erben ein Instrumentarium zum Erkennen der historischen Bewegungen in die Hand, welches die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des praktischen Entwicklungsprozesses der Menschheit erfasst. Was wir heute und morgen daraus machen, ist einzig und allein unsere Sache.
Die materialistische Geschichtstheorie ist die Philosophie der Geschichte. Obwohl Marx gegen eine solche Bezeichnung wahrscheinlich heftige Einwände erhoben hätte, weil er von der Philosophie eigentlich nicht sonderlich viel hielt.